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Praxis-News: ImmoWertV - Immobilienbewertung für Käufer, Verkäufer, Gutachter und Sachverständige

ImmoWertV - Novelle der Wertermittlungsverordnung (WertV)

In den letzten 20 Jahren haben sich seit Erlass der letzten Wertermittlungsverordnung (WertV 88) die Bedingungen auf dem deutschen Grundstücksmarkt tief greifend geändert. Neue rechtliche und politische Rahmenbedingungen wie z.B. der Beitritt der neuen Bundesländer, Stadtumbau, Soziale Stadt sowie der demographische und wirtschaftliche Wandel aber auch die zunehmende Internationalisierung der Immobilienwirtschaft machten eine Reform des deutschen Wertermittlungsrechts erforderlich.

Anlass der Novellierung der Wertermittlungsverordnung

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Jahr 2007 ein Sachverständigengremium zur Überprüfung des deutschen Wertermittlungsrechts beauftragt.

Bericht des Sachverständigengremiums

Das Gremium, welches sich aus Vertretern der im Sachverständigenwesen tätigen Bundesverbände, der Kommunalen Spitzenverbände und der Länder zusammensetzte, hat in mehreren Sitzungen die Vorschriften des Rechts der Grundstückswertermittlung und hierbei insbesondere die Regelungen der bestehenden Wertermittlungsverordnung (WertV 88) überprüft.

Novellierung des Deutschen Wertermittlungsrechts - Aus WertV wird ImmoWertV - Die neue Immobilienwertermittlungsverordnung 2010

Im Ergebnis war sich das Gremium einig, dass sich die Vorschriften der Wertermittlungsverordnung (WertV) zwar grundsätzlich in der Praxis bewährt haben, jedoch zwei Jahrzehnte nach dem Erlass der derzeit geltenden Fassung einer grundlegenden Überarbeitung bedürfen.
Im Ergebnis der Beratungen stellt das Sachverständigengremium im April 2008 in einem Bericht zur Diskussion und schlägt einzelne Vorschläge zur Formulierung der neuen Immobilienwertermittlungsverordnung bzw. ImmoWertV vor.

Der Bericht des Sachverständigengremiums zur ImmoWertV kann hier herunter geladen werden.

Erster Entwurf der neuen ImmowertV

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat basierend auf dem Bericht des Sachverständigengremiums einen Entwurf für die neue Wertermittlungsverordnung (ImmoWertV) entwickelt und Mitte Dezember 2008 den ersten Entwurf der ImmoWertV der Fachwelt zu Diskussion gestellt.
Der erste Entwurf der ImmoWertV kann hier [*1] herunter geladen werden.

Novellierung der Wertermittlungsrechts im BauGB

Im Rahmen der Erbschaftsteuerreform wurden Ende 2008 umfangreiche Änderungen des Wertermittlungsrechts im Baugesetzbuch (BauGB) von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Diese traten am 01.07.2009 in Kraft. Wir haben hier bereits ausführlich darüber berichtet.

Im Ergebnis entsprechen die neuen Regelungen im BauGB weitgehend den Forderungen des Sachverständigengremiums im Bericht zur ImmoWertV.

Der Beschluss des Bundeskabinetts vom 01.04.2009

Die Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) ist dann vom Bundeskabinett am 1. April 2009 beschlossen worden. In der ImmoWertV werden neben eine allgemeinen Aktualisierung jetzt auch die Ermittlung und Darstellung von Bodenrichtwerten sowie die Anforderungen an die Abgrenzung von Bodenrichtwertzonen geregelt.

Den Beschluss des Bundeskabinetts finden Sie hier [*1]. Eine Synopse zwischen alter WertV und neuer ImmoWertV ist hier [*1] downloadbar.

Dabei orientiert sich der Inhalt der neuen Regelung im Wesentlichen an den bestehenden Regelungen der Gutachterausschussverordnungen der Länder (über den derzeitigen Stand der Novellierung der Sächsischen Gutachterausschussverordnung (SächsGAVO) haben wir hier bereits berichtet) sowie der Musterrichtlinie über Bodenrichtwerte.

Die vom Bundeskabinett beschlossene neue Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) bedurfte dann noch der Zustimmung des Bundesrats. Sie sollte am 01.07.2009 in Kraft treten.

ImmoWertV - Bundesrat hat am 15.05.2009 zugestimmt

Der Bundesrat hatte dann am 15. Mai 2009 beschlossen, der ImmoWertV nur nach Massgabe einiger Änderungen zuzustimmen. Gefordert wurde insbesondere statt der vorgesehenen 20-prozentigen eine 30-prozentige Toleranz, innerhalb derer der Wert der lagetypischen Grundstücke um den Bodenrichtwert schwanken darf.

Den Beschluss des Bundesrates zur ImmoWertV vom 15.05.2009 finden Sie hier.

ImmoWertV Anfang 2010 immer noch nicht in Kraft getreten

Trotz des Bundesratsbeschlusses vom 15.09.2009 war die ImmoWertV damit auch Anfang 2010 noch immer nicht in Kraft getreten.

Der Grund: Der Bund und die Länder konnten noch nicht die nach § 199 Abs. 1 BauGB erforderliche Einvernehmlichkeit herstellen. Strittig ist dabei insbesondere die Regelung, um wieviel Prozent die Werte der lagetypischen Grundstücke um den Bodenrichtwert schwanken dürfen.

Darauf hin musste ein geänderter Entwurf der ImmoWertV erarbeitet werden, der der Abstimmung mit den Ländern und der Beschlussfassung des Bundeskabinetts bedurfte.

Bundeskabinett beschliesst am 24.03.2010 neue ImmoWertV

Das Bundeskabinett hat dann am 24.03.2010 die Novelle der neuen Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) beschlossen. Die Verordnung bedurfte nun noch der Zustimmung des Bundesrates.

Die Neufassung der ImmoWertV finden Sie beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hier als PDF-Datei.

In der Neufassung der ImmoWertV wurde auf die umstrittene 30%ige Toleranz bei der Abgrenzung der Bodenrichtwertzonen verzichtet. Bodenrichtwerte sollen zukünftig in automatisierter Form als amtliche Geobasisdaten geführt werden. Die in § 17 ImmoWertV genannten “marktüblich erzielbaren Erträge” sollen nach Angaben keine Änderung der langjährigen Wertermittlungsmethodik bedeuten, denn auch marktübliche Erträge sollen nachhaltig erzielbar sein.

Bundesrat stimmt der ImmoWertV am 07.05.2010 zu

Am 07.05.2010 hat der Bundesrat der von der Bundesregierung am 24.03.2010 beschlossenen ImmoWertV vorbehaltlos zugestimmt. Die neuen Regelungen der ImmoWertV, die jetzt an die Stelle der WertV-Regelungen treten, sind voraussichtlich schon ab dem 1. Juli 2010 anzuwenden.

Link zu der vom Bundesrat am 7. Mai 2010 beschlossenen Fassung der ImmoWertV.

Zeichen für Qualität und Kompetenz: Lutz Schneider ist Vorsitzender im Sprengnetter Expertengremium für Immobilienwerte in der Region Oberlausitz - Aus WertV wird nun Immobilienwertermittlungsverordnung - ImmoWertV 2009

 

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Neuer Dresdner Grundstücksmarktbericht (Stichtag 01.01.2009) veröffentlicht

ImmoWertV am 27.05.2010 verkündet - Inkrafttreten 01.07.2010

 

Am 27.05.2010 wurde die ImmoWertV im Bundesgesetzblatt verkündet.

Link zur Endfassung der ImmoWertV.

Link zur Synopse WertV ImmoWertV 2010.

Die ImmoWertV tritt am 01.07.2010 in Kraft. Damit sind die Regelungen der ImmoWertV ab 01.07.2010 von allen Gutachtern, Sachverständigen und Gutachterausschüssen bei der Verkehrswertermittlung von Grundstücken anzuwenden.

ImmoWertV die neue Immobilienwertermittlungsverordnung

ImmoWertV, Immobilienbewertung und Wertgutachten

Das Sachverständigenbüro Lutz Schneider ist in Sachsen und den umliegenden Bundesländern für Sie als Immobilienbewerter tätig und bewertet für Sie sämtliche bebaute und unbebaute Grundstücke marktgerecht und professionell. Wir fertigen für sämtliche Immobilien qualifizierte Gutachten und haben uns zudem auf die Bewertung von Erbbaurechten und Erbbaurechtsgrundstücken sowie auf die Bewertung von Spezialimmobilien (Gastronomie- und Hotelobjekten (auch mit Inventar), Tankstellen, Logistikimmobilien und Einzelhandelsimmobilien) sowie Sozialimmobilien (Altenpflegeheime, Akutkliniken) spezialisiert.

Lutz Schneider ist Mitglied bei Perspektive Mittelstand

 

 

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[*1] Hinweis zu den Dokumenten der ImmoWertV: Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung stellt die alten Dokumente zur ImmoWertV nicht mehr zur Verfügung, so dass wir leider nicht mehr auf sie verlinken können. 

Lutz Schneider ist als Experte bei brainGuide aufgenommen

 

 

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